Reise nach Südindien, Maxim Nicklin

 In Besuchsberichte

Es fällt mir sehr schwer die  zwei Wochen, die ich in Indien verbracht habe,  in Worten zu beschreiben. So viel haben wir erlebt und so viel haben wir gelacht.

Aber zuerst möchte ich mich vorstellen. Ich bin Maxim Nicklin, 17 Jahre alt und wohne in Zürich. Ich besuche die Zürich International School, wo ich grade mein letztes Schuljahr absolviere. Eine meiner besten  Freundinnen  aus der Schule und ich, haben uns schon immer mit der Idee beschäftigt,  Entwicklungshilfe zu leisten. Sophia (meine Freundin) kam dann eines Tages zu mir und meinte, dass ihre Eltern einen Kontakt in Indien hätten. Daraufhin haben wir uns mit Frau Schroff (Leiterin der Stiftung Sanni-Foundation) getroffen und unsere Reise nach Indien geplant. Unsere Vorfreude war riesig. Es dauerte aber noch lange, bis wir endlich im Flugzeug nach Trivandrum sassen.

Wir flogen zuerst nach Mumbai, wo wir bei einer Familie blieben, die uns während drei Tagen Mumbai gezeigt hat. Mumbai ist eine meiner Lieblingsstädte geworden, weil sie so vielfältig ist.

Doch dann ging es mit dem Flugzeug ganz in den Süden nach Trivandrum/Kerala. Sophia und ich hatten vorher nur ein paar Bilder von dem Kinderheim gesehen. Wir hatten viele Fragen, zum Beispiel: Wird es eine Toilette geben? Werde ich das Essen vertragen?  Doch als wir vom Flughafen von Father Jose abgeholt wurden,  war uns ganz schnell klar, dass es zwei unbeschreibliche Wochen werden. Nach einer einstündigen Autofahrt erreichten wir das Kinderdorf, wo wir von den Kindern begrüsst wurden. Gleich von Anfang an wurde viel getanzt und gelacht. Ich muss sagen, ich habe  noch nie so viel getanzt, wie auf dieser Reise. Wir haben uns dort wie zuhause gefühlt.

Weil das Kinderheim von christlichen Pfarrern geleitet wird, haben wir jeden Abend  am Abendgottesdienst teilgenommen, welcher immer sehr emotional und schön war.

Das Projekt, an dem wir während unserer Zeit im Kinderheim teilgenommen haben, war ein Fußballfeld für die Kinder zu errichten. Als wir ankamen, spielten die Kinder auf einem Feld, das mit dichtem und langem Gras bewachsen war. Father Jose’s Traum war, dieses Feld in einen richtigen Fussballplatz zu verwandeln, damit die Kinder keine Angst haben mussten, in irgendetwas zu treten. Sophia und ich haben jeden Tag mit Axt und Schaufeln den Platz hergerichtet. Es war eine richtige Knochenarbeit, die aber viel Spass gemacht hat.   Nachdem die Kinder aus  der Schule kamen, haben sie alle mitgeholfen. Nach einer Woche gab es einen richtigen Fussballplatz.  Die Eröffnung feierten wir mit einem grandiosen Fussballspiel. Es wurde das  Schwesterkinderheim eingeladen, um gegen uns Fussball zu spielen. Alle spielten mit,  inklusive Father Jose und seinem 79 jähriger Assistenten.

Viele Tage haben wir damit verbracht,  mit den Kindern zu spielen und Sport zu treiben. Ich denke, dass es wichtig ist, die Kinder, die alle HIV infiziert sind, so viel wie möglich zu beschäftigen.

Wir haben die letzten zwei Tage auf einem Hausboot verbracht, wo wir eine schöne Zeit mit Father Jose geniessen konnten. Diese Reise war eines meiner schönsten Erlebnisse.  Wir wurden mit dem grössten Lächeln begrüsst und mit Tränen in den Augen der Kinder verabschiedet.  Ich möchte mich bei Frau Schroff und bei Father Jose herzlich bedanken, dass sie mir den Aufenthalt in Indien ermöglicht haben.

Maxim Nicklin, September 2011

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